Vor Gottes Angesicht nehme ich dich an

Der Trauungsgottesdienst mit Erläuterungen

Für die Vorbereitung ist es hilfreich, die liturgischen Texte der Feier der Trauung in Ruhe nachzulesen und sie damit zu "eigenen" Texten werden zu lassen. Auf der jeweils rechten der folgenden Seiten in der PDF-Datei finden Sie die offiziellen Texte aus dem Rituale "Die Feier der Trauung". Auf der gegenüberliegenden linken Seite bieten wir Ihnen verschiedene Erläuterungen an, die hilfreich sein können, um den Sinn und die Hintergründe der liturgischen Texte und Handlungen besser zu verstehen.

Hier finden Sie die PDF-Datei mit dem exemplarischen Ablauf eines Trauungsgottesdienstes und den entsprechenden Erläuterungen.

Liebe und Recht in der Trauungsliturgie
Die Feier der Trauung hat zwei wichtige Ziele. Sie soll einerseits den Glauben und die begründete Hoffnung der Kirche, der Gemeinde und der Brautleute auf eine glückliche Zukunft des gemeinsamen Lebens des Brautpaars öffentlich zum Ausdruck bringen. Viele Elemente der Feier sprechen über Glaube, Freude und Hoffnung, die Liebe der Eheleute und die Menschenfreundlichkeit Gottes. Die Feier hat aber andererseits auch wichtige rechtliche Konsequenzen. Manche Worte und Handlungen haben von daher einen ernsten Charakter. Sie sprechen über Pflichten, die sich aus der Ehe ergeben und beziehen die Anwesenden als Zeugen der rechtlichen Vorgänge ein. Beide Elemente der Feier kennzeichnen den Gottesdienst der kirchlichen Feier.

Der grundsätzliche Aufbau der Feier
Das kirchliche Buch für den Gottesdienst enthält immer wieder Texte für den Priester oder Diakon, mit denen er anzeigt, dass ein neuer Abschnitt des Gottesdienstes beginnt. Die Gemeinde und das Brautpaar können sich so der Leitung des Priesters oder Diakons anvertrauen und sich auf die Inhalte der Feier konzentrieren. Nach dem Wortgottesdienst als erstem Teil der Feier der Trauung und gleichzeitig als Wortgottesdienst der Trauungsmesse folgt die Feier der Trauung. Sie hat zwei Teile: Worte und Handlungen, die die freie Entscheidung, die Bereitschaft und den Willen der Brautleute, eine christliche Ehe zu schließen, öffentlich erfragen und darstellen. Als Vertreter der Kirche bestätigt der Priester oder Diakon darauf die Eheschließung. Danach folgt der "Feierliche Trauungssegen". Fürbitten und Abschlussgebete beenden die Trauung, wenn sie nicht innerhalb einer Messe gefeiert wird.

Aufbau einer Trauung in einer Messfeier

ERÖFFNUNG

  • Empfang des Brautpaares vor der Kirche
  • Einzug (mit Orgelspiel) Eingangslied
  • Lied der Gemeinde
  • Begrüßung / Einführung
  • Kyrie (Gloria)
  • Tagesgebet

WORTGOTTESDIENST

  • Lesung und Antwortgesang
  • Evangelium
  • Predigt

TRAUUNG

  • Fragen an die Brautleute
  • Segnung der Ringe
  • Vermählung
  • Bestätigung der Vermählung
  • Feierlicher Trauungssegen
  • Fürbitten

EUCHARISTIEFEIER

  • Gabenbereitung
  • Eucharistisches Hochgebet
  • Vaterunser
  • Friedensgruß
  • Kommunion
  • Danklied
  • Schlussgebet

ABSCHLUSS

  • Segen
  • Auszug aus der Kirche (mit Orgelspiel)

Aufbau einer Trauung in einem Wortgottesdienst

ERÖFFNUNG

  • Empfang des Brautpaares vor der Kirche
  • Einzug (mit Orgelspiel)
  • Eingangslied
  • Begrüßung / Einführung
  • Kyrie (Gloria)
  • Gebet

WORTGOTTESDIENST

  • Lesung und Antwortgesang
  • Evangelium
  • Predigt

TRAUUNG

  • Fragen an die Brautleute
  • Segnung der Ringe
  • Vermählung
  • Bestätigung der Vermählung
  • Feierlicher Trauungssegen
  • Fürbitten
  • Vaterunser
  • Schlussgebet
  • Danklied

ABSCHLUSS

  • Segen
  • Auszug aus der Kirche (mit Orgelspiel)

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Eva Polednitschek-Kowallick
Bischöfliches Generalvikariat
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